Burundifeier

Gott baut ein lebendiges Haus

In Gottesdienst, Religion, Schulpastoral, Veranstaltung von Christoph Barth

Abschlussveranstaltung der Burundi-Aktion 2017

„Ich bin richtig stolz auf euch.“, lobte Bischof Ackermann die Schülerinnen und Schüler nach Bekanntgabe des Spendenendergebnisses von 113.345€ auf der Abschlussveranstaltung der Burundi-Aktion 2017.

Zunächst begrüßte der Abteilungsleiter Schule und Hochschule des Bistums Trier Wolfgang Müller die Schulgemeinschaft Sankt Matthias mit einem lauten „Hallo Mätti“, bevor er die Vertreter der anderen 20 Bistumsschulen, Bischof Dr. Stephan Ackermann und Frère Alexis, den Generalobere des Ordens „Congrégation des Frères Bene-Jozefu“, der die Schule in Burundis Hauptstadt Bujumbura gebaut hat, herzlich willkommen hieß.
Unter dem Motto „Gott baut uns ein lebendiges Haus“ leitete Bischof Ackermann anschließend den Wortgottesdienst, in dem er zunächst die Solidarität der Schulen und aller Beteiligten lobte. Zentrales Thema des Wortgottesdienstes war die Auseinandersetzung mit den Werten, die in der Schule von besonderer Bedeutung sind. Zu Beginn der Burundi-Aktion 2017 erhielt jede Bistumsschule einen Baustein mit Werten, den sie künstlerisch gestalten sollte. Während des Gottesdienstes wurden die einzelnen Bausteine zu einem „Haus aus Werten“, bestehend unter anderem aus Werten wie Verantwortung, Toleranz, Gesprächsfähigkeit und Unvoreingenommenheit.
Das Markusevangelium „Die vorbildliche Witwe“ und die anschließende Ansprache des Bischofs thematisierte die selbstlose Spendenbereitschaft der Menschen, die selbst nicht genug zum Leben haben. Bischof Ackermann betonte in seiner Ansprache: „Es zählt jeder einzelne noch so kleine Beitrag, den jeder geleistet hat, nicht nur die großen Summen. Es sind die vielen kleinen Dinge, die zusammen Großes bewirken können. Ihr habt gezeigt, dass ihr für andere einstehen wollt, denen es nicht so gut geht. Und auch wenn ihr das vielleicht manchmal nicht so empfindet – in die Schule gehen zu können, ist ein großes Privileg, das leider über 200 Millionen Kinder auf der Welt nicht haben.“
Musikalisch untermalt wurde der Wortgottesdienst vom Schulchor unter der Leitung von Heike Berg und von der Schulband unter der Leitung von Erhard Hoffmann. Außerdem waren Schülerinnen und Schüler aus den verschiedensten Jahrgangsstufen – auch von der Sankt-Matthias-Grundschule - an der Gestaltung und Durchführung des Wortgottesdienstes beteiligt.
Nach einer kurzen Umbauphase auf der Bühne schloss sich direkt der zweite Teil – eine Talkrunde – an. Durch diese führte Journalistin Christine Cüppers von Bistumsblatt „Paulinus“. Zu Beginn der „Talkrunde“ veranstaltete Cüppers ein kleines Quiz rund um Burundi. Gemeinschaftlich konnten die Schülerinnen und Schüler alle Fragen von Frau Cüppers richtig beantworten. Anschließend erläuterte Gesamtschulleiter Werner Wallenfang den Zuhörern die Geschichte des Burundi-Projektes. Denn die Partnerschaft der kirchlichen Schulen des Bistums Trier und der Schule in Burundi besteht schon seit über zehn Jahren. Die Schülerinnen und Schüler konnten anhand von Bildern sehen, was in dieser Zeit mit den verschiedensten Spendenaktionen in Bujumbura erschaffen worden ist.
Als nächsten Gesprächspartner begrüßte Cüppers Frère Alexis, der einiges über die Bedingungen an der Schule in Burundi berichtete. Zum Beispiel besuchen zurzeit insgesamt 1176 Schülerinnen und Schüler, aufgeteilt in 29 Klassen inklusive KITA, die Schule. Deren typischer Schultag beginnt mit einer Begrüßung durch die Lehrer. Anschließend dürfen sie sich noch einige Zeit selbst beschäftigen, bevor sie gemeinsam die Nationalhymne singen. Daraufhin gehen sie in ihre Klassen und sprechen vor dem Unterrichtsbeginn ein Morgengebet. Auch am Nachmittag findet Unterricht statt. Das Angebot der Mittagsverpflegung an der Schule soll weiter ausgebaut werden. Da Frère Alexis nur Französisch spricht, übersetzte Herr Wallenfang seine Ausführungen für das Publikum.
Die nächsten Gäste, die Frau Cüppers auf der Bühne empfing, waren Schülerinnen und Schüler einzelner kirchlicher Schulen des Bistums Trier. Diese stellten verschiedenste Sammel – und Spendenaktionen vor. Zum Beispiel veranstalteten sowohl die Grundschule und die kooperative Gesamtschule Sankt Matthias Bitburg als auch das Willi-Graf-Gymnasium Saarbrücken im Frühjahr einen Spendenlauf. Die Franziskus-Schule in Koblenz führte einen Sternenlauf mit Abschlussgottesdienst durch. Verschiedene Schulen bastelten Weihnachtsdekoration und –karten und verkauften Eis. Die erzielten Erlöse gingen alle zu Gunsten der Burundi Aktion.
Am Ende der Talkrunde wurde es noch einmal spannend. Die Gesamtsumme der Spenden- und Sammelaktion sollte bekannt gegeben werden. Fünf Schülerinnen und Schüler der bischöflichen Grundschule Bitburg führten das Publikum zunächst an der Nase herum, indem sie sich mit den Zahlen, die sie auf Plakaten in die Luft hielten, immer wieder in die falsche Reihenfolge stellten. Als das Publikum dachte, die Reihenfolge wäre endlich richtig, stellte sich heraus, dass noch immer eine Zahl fehlte. Ein Raunen ging durch das Publikum, als ein weiterer Schüler die Zahl zu einer sechsstelligen ergänzte. Es kam die stolze Spendensumme von 113.345€ zusammen.
Das gesammelte Geld soll für den Weiterbau der Partnerschule in Burundi – insbesondere für den Ausbau des Gebäudes der Oberstufe - verwendet werden. Außerdem soll davon auch ein Computerraum errichtet werden, damit die Schülerinnen und Schüler der kirchlichen Schulen des Bistums Trier und der Partnerschule in Bujumbura untereinander via Mail oder Skype Kontakt aufnehmen können. 

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Beitragsbild unserer Schule zum "Haus aus Werten" gemalt von Esther Hau (Klasse 10b)

  Rebekka Fonck und Kerstin Gladytz       Lisa Strohe