Von Zombies, Prinzessinnen und komischen Dingen

In Autorenlesung, Deutsch von Simone Meinen

Besuch des senegalesischen Autors Ibrahima Ndiaye

Ungewöhnliche Klänge dringen von der Aula durch das gesamte Schulgebäude: Trommeln, Klatschen und unverständliche Laute hallen durch die Flure des Schulzentrums. Im Rahmen der alljährlichen Autorenlesung für die 6. Klassen ist nämlich ungewöhnlicher Besuch da, der nicht nur aus seinen Werken vorliest, sondern die Schülerinnen und Schüler an seiner Kultur aktiv teilhaben lässt. Joline Zahren und Serine Neuerburg, Schülerinnen der 6d, berichten von diesem außergewöhnlichem Gast:

Am 25.9.2018 kam uns der afrikanische Autor Ibrahima Ndiaye, genannt Ibu, in die Schule besuchen. Er erzählte uns von seiner Heimat dem Senegal und seiner Familie. Angeblich waren seine Urururgroßmütter beides Königinnen. Daher erbte er elf Vornamen! Außerdem haben wir ein Lied in einer afrikanischen Volkssprache gesungen. Zu diesem Lied haben wir verschiedene Bewegungen gemacht. Ibu hat dazu Trommel gespielt. Das hat man bestimmt in der ganzen Schule gehört! Wir hatten danach auch Zeit, Fragen zu ihm und Afrika zu stellen. Wusstet ihr, dass das gefährlichste Tier des Kontinentes nicht der Löwe ist, sondern eine kleine Mücke? Sie überträgt die Krankheit Malaria, an der viele Menschen sterben.

Zum Schluss schauten wir uns dann eine seiner Geschichten an, die wir anschließend nachspielten: In der Geschichte ging es um eine alte Frau, deren Kinder schon lange aus dem Haus waren. Jetzt war sie alleine und dachte an die Zeiten, wo sie noch arbeiten konnte. In der Nacht träumte sie von seltsamen Kreaturen wie Zombies, Prinzessinnen und kochenden Töpfen. Am nächsten Tag wunderte sie sich darüber und lachte so laut, dass die Nachbarn zu ihr rüber kamen und sie ihnen den Traum erzählte. So kamen angeblich die Geschichten in die Welt. Und wenn ihr denkt, dass das schon komisch klingt, hättet ihr erst die Aufführung sehen sollen. Denn wir Schüler sollten die Geschichte ja nachspielen. Manche waren also Zombies, Prinzessinnen und kochende Töpfe, aber es gab auch T-Shirts, freche Affen und komische Dinge. Es war ziemlich verrückt und sehr witzig. Bevor es dann klingelte wünschten sich ein paar das Lied noch einmal zu singen. Das taten wir dann auch und hatten viel Spaß dabei. Viele Kinder wollten anschließend auch noch ein Autogramm.

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  Joline Zahren & Serine Neuerburg (6d)     Simone Meinen